Elisabeth Thesing-Bleck

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Stimmungsvolle Beleuchtung im Topfgarten

Wer an langen Sommerabenden Freude an seinem Topfgarten haben will, sollte sich rechtzeitig um eine stimmungsvolle Beleuchtung kümmern. Ich liebe gemütliche Abende bei Kerzenschein! Meist hinterlassen sie Kerzenstummel, die für gewöhnlich in den Müll wandern. In vielen Haushalten hat sich Kerzenwachs über Jahre angesammelt. Diese Kerzenreste sind jedoch nicht nur ein Überbleibsel, sondern ein wertvoller Rohstoff, der eine neue Verwendung finden kann. Für den Topfgarten kann man daraus Kerzen in Töpfen gießen, die in Form und Stil zu den Pflanzentöpfen passen. 

Wichtig!
Bei selbst gemachten Kerzen sind unverzichtbare Sicherheitsregeln zu beachten
.

Eine aus gelben Wachsresten selbst gegossene Kerze schafft im Topfgarten eine stimmungsvolle Atmosphäre

Achtung, beim Abbrennen von selbst gemachten Kerzen unbedingt aufpassen! Diese niemals unbeaufsichtigt brennen lassen! Und schon gar nicht im Topfgarten. Hier können brennbare Materialien bei plötzlich aufkommenden Windböen Feuer fangen und zu erheblichen Brand-Schäden führen. 

Beim Verlassen des Topfgartens brennende Kerzen immer sofort löschen! Moderne Kerzen aus dem Handel haben einen «Brennstopp», der verhindert, dass sie komplett herunterbrennen. Bei selbst gemachten Kerzen darf der Docht niemals bis auf den Topfboden reichen. Trotzdem können selbst gemachten Kerzen den Untergrund auf dem sie stehen stark erhitzen. Wer Kerzen selber machen möchte, sollte daher unbedingt darauf achten, dass sie sich in einem nicht brennbaren Behältnis befinden, das auf einem feuerfesten Untergrund steht.

Ein Windlicht aus Glas kann zusätzlich die Sicherheit erhöhen.  

 

Kerzen  aus Wachsresten selber gießen

Dafür sollten Sie bereit stellen:

1. Wachsreste
Fast alle Kerzenreste sind für Kerzen aus Wachsresten geeignet. Große Wachsstücke sollten zerkleinert werden. So schmelzen sie schneller.

2. Großer Topf als Wasserbad

3. Schmelztopf
Der Beste Behälter um Kerzen oder Kerzenreste zu Schmelzen ist ein Metalltopf, ein Einmachglas oder auch einfach ein Messbecher aus Glas. Bei der Auswahl des Schmelztopfs ist zu bedenken, dass er später in einen anderen mit heißem Wasser gefüllten Topf passen muss.

4. Kerzendocht
Sehr gut geeignet sind alte oder zerbrochene Kerzen, die man in der Mitte des ausgewählten neuen Brenngefäßes fixiert, bevor die Wachsschmelze eingegossen wird. Fertige Kerzendochte kann man für wenig Geld im Handel kaufen. Dabei ist es wichtig, die richtige Dochtstärke aus zu wählen. Die Dochtschnur sollte du nicht zu dick gewählt werden, sonst wird die Flamme der Kerze zu groß und die Kerze beginnt zu rußen. Aus Sicherheitsgründen sollten Kerzendochte von Anbietern bezogen werden, die Sicherheits-Hinweise dazu geben, welcher Docht für welche Zwecke geeignet ist. 

5. Gießformen
Nur nicht brennbare Gefäße sind geeignet, zum Beispiel schöne Marmeladen- oder Konservendosen, Übertöpfe, Tassen und vieles andere mehr. Bei Glasgefäßen ist darauf zu achten, dass diese bei großen Temperaturunterschieden zerspringen können. Metallgefäße erhitzen sich schneller als zum Beispiel Töpfe aus Ton oder Steingut. Zur Sicherheit Kerzen im Glas- oder Metallgefäßen deshalb immer auf eine ausreichend große nicht brennbare Unterlage stellen.

6. Stab oder alter Holzkochlöffel
Zum Umrühren des Wachses 

7. Alte Zeitungen
dienen dazu die Arbeitsfläche auszulegen. 

8. Ein Schaschlikspieß oder ein enger Stift
dienen zur Fixierung des Kerzendochtes in der Mitte der Gießform.

9. Falls gewünscht ätherische Öle
Duftstoffe, die sich in Fett lösen, können dem den flüssigen Wachs zugesetzt werden. Stark riechenden Substanzen wird in der Volksmeinung eine gewisse abweisende Wirkung gegen Mücken, Grasmilben und gegen sonstige Plagegeistern zugeschrieben. Probieren Sie doch mal selber aus, ob das für Sie zutrifft.

10. Optional Kerzenfarbpigmente
Diese gibt es  käuflich im Bastelladen oder im Internet. Alternativ kann man auch alte Wachsmalfarbenblöcke mit ungiftigen Wachsfarben aus Bienenwachs mit schmelzen. Durch Zusatz von Wachfarbe lassen sich in Glasgefäßen kreative Farbkerzen zaubern. Auch hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

In einem Vintage-Kessel selber ausgegossenes Kerzenlicht taucht jeden Topfgarten ein unverwechselbares, stimmungsvolles Abendlicht.

In vier Schritten zu selbst gemachten Kerzen aus Wachsresten

Erster Schritt
Schmelzbehälter in einen größeren, mit Wasser gefüllten Topf stellen und das Wasser langsam erhitzen. Dabei genau darauf achten, dass das Wasser nicht anfängt zu kochen. Die Schmelztemperatur für Wachse kann unterschiedlich hoch sein.  Viele Wachse schmelzen bei ca. 70-80 C°. Kerzenreste niemals vollständig schmelzen, sondern immer kleine und geschmolzene Reste übrig lassen. Dann wird später das Wachs schneller wieder fest.

Zweiter Schritt
Den ausgewählten Docht länger lassen als er später benötigt wird.  Den oberen Teil an einen Halte-Stift befestigen. Mithilfe des Stiftes oder eines Schaschlikspießes wird der Docht in der Mitte der Gießform plaziert. Der Docht sollte NICHT bis ganz auf den Boden reichen. Der Stift dient dazu, den Docht während des Abkühlens des Wachses in der Mitte des Gefäßes zu halten. Anschließend wird der Halte-Stift entfernt und der Docht auf seine endgültige Länge eingekürzt.

Dritter Schritt
Das geschmolzene Wachs nur langsam und vorsichtig in die Gießform einfühlen. Optional können jetzt den flüssigen Wachs ein paar Tropfen eines Duftöls dazugeben. Klug ist, nicht alles auf einmal einzufüllen sondern portionsweise. Jede Schicht kann eine andere Farbe haben. Das steigert in Gläsgefäßen die Wirkung selbst gemachter Kerzen. 

Die unterste Schicht sollte ohne Docht gegossen werden. Ihr Wachs kann nach dem Abkühlen dazu benutzt werden, den Docht in der Mitte des Gefäßes zu fixieren. Wachs zieht sich während des Abkühlens zusammen. Wenn eine neue Schicht erst dann eingefüllt wird, wenn die alte fest geworden ist entstehen weniger Löcher und Dellen.

Vierter Schritt
Die Kerze erkalten lassen, gegebenenfalls Löcher und Dellen nochmal mit heißem Wachs auffüllen und erneut erkalten lassen. Die Abschlussschicht sollte besonders dünn sein und erst dann eingegossen werden, wenn die zukünftige Kerze völlig erkaltet ist. So erhält man eine besonders glatte Oberfläche.

Abendstimmung im Topfgarten mit selbst hergestellten Kerzen.

Kerzen selber aus Wachresten gießen macht unheimlich viel Spaß. Wenn Sie mögen, sollten Sie es einmal selbst versuchen.  Ihrer Kreativität sind damit fast keine Grenzen gesetzt. Einfach ausprobieren, wenn Ihnen das Ergebnis nicht gefallen sollte, dann können Sie es einfach wieder einschmelzen und eine neue Kerze gießen. 

 

 

Take – Home -Message

 

 

  • Beim Abbrennen der selbst gemachten Kerzen ganz besonders aufpassen!
  • Selbst gegossen Kerzen weit genug von jeglichen brennbaren Material auf einem feuerfesten Untergrund aufstellen! 
  • Nie unbeaufsichtigt abbrennen lassen!

 

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Elisabeth Thesing-Bleck
Stimmungsvolle Beleuchtung im Topfgarten