Elisabeth Thesing-Bleck

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Was ist der Westwall?

Der Westwall war ein militärisches Verteidigungssystem, entlang der westlichen Grenze Deutschlands. Er diente im zweiten Weltkrieg als Verteidigungslinie zu den westlichen Nachbarn hin und gehörte zu den umfangreichsten Bauvorhaben des 3. Reiches.

Das Bollwerk bestand aus über 18.000 Bunkern, Stollen, Panzersperren, Gräbern und verlief über insgesamt 630 km von der Niederländischen bis zur Schweizer Grenze. Heute durchquert dieses schreckliche Bauwerk aus Betonklötzen auch den Stadtbezirk in dem ich wohne – Aachen-Richterich.

Die ehemaligen Schlachtfelder des zweiten Weltkrieg sind zwar heute von Büschen und Bäumen überwuchert aber immer noch als tiefe Narbe in unserer Heimat zu erkennen. Europa hat es geschafft, dass wir unsere Konflikte jetzt in den Parlamenten und mehr wie im blutigen letzten Jahrhundert auf dem Schlachtfeld lösen. Das hat uns EU-Bürger*innen Frieden an unseren Grenzen geschenkt. Damit können wir ihn auf unseren Wanderungen in der Eifel gut als schattiges Picknickplätzchen nutzen.

Schon viele Geschichten sind über diese 630-Kilometer- Blockade mit Bunkern und Barrieren geschrieben und erzählt worden. Jetzt kommt eine hinzu, die neue Blickwinkel eröffnet und darüber hinaus noch nie öffentlich präsentiertes Archivmaterial zeigt. Eine neue TV-Dokumentation erzählt die Geschichte des Westwalls. „Der Westwall – Geschichte einer Grenze“ ist der Titel einer beeindruckenden Dokumentation, die Manfred Ladwig mit seinem Team vom Südwestdeutschen Rundfunk gelungen ist.

Bildnachweis:
Käthe Kollwitz, Nie wieder Krieg (gemeinfrei) https://www.dhm.de/fileadmin/medien/lemo/images/p62-23.jpg
www.euregio-im-bild.de
Eigenes Foto

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Elisabeth Thesing-Bleck
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