Elisabeth Thesing-Bleck

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Sollten Flugreisen stärker besteuert werden?

ZEIT FÜR DEMOKRATIE – DEUTSCHLAND SPRICHT

Experten errechnen für jeden einzelnen Passagier der Economy-Klasse auf einem Flug von Düsseldorf nach Mallorca und zurück einen CO2-Ausstoß von 0,75 Tonnen. Bei Transatlantikflügen fallen hin und zurück 3,65 Tonnen CO2 an.

Das Umweltbundesamt gibt den durchschnittlichen CO2-Ausstoß pro Kopf  mit  9,6 Tonnen im Jahr an. 10,9 Tonnen sind es, wenn man alle Treibhausgase mit einrechnet. Wenn man den Temperaturanstieg um mehr als zwei Grad in diesem Jahrhundert verhindern will, errechnen die Experten, dass im Jahr 2050 Jeder von uns nur noch eine Tonne Treibhausgas verbrauchen darf. Jeder der sich ersthaft für den Klimaschutz einsetzt erkennt schnell, dass dann Fliegen in Zukunft praktisch tabu ist! Das ist in Deutschland politisch nicht durchsetzbar! Darin waren sich beide Gesprächspartner einig.

Die von der Bundesregierung angestrebte Verteuerung des Flugverkehrs wurde übereinstimmend als völlig unzureichend beurteilt. Eine stärkere Besteuerung des Luftverkehrs führt  in Deutschland allerdings nur dazu, dass viele Passagiere ins dann billige benachbarte Ausland ausweichen.

Große Hoffnungen werden auf die neue Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gelegt, von der zügig ein Vorschlag für eine einheitliche europäische Verteuerung des Flugverkehrs erwartet wird.

Die Zahlen zeigen eindeutig, dass alle Flüge des Massentourismus in Zukunft nicht mehr stattfinden können. In Europa wird man wohl mit Kompromissen leben müssen, eine politische Allianz, die die notwendige Verteuerung des Fliegen  durchsetzen kann, ist nicht in Sicht.

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Elisabeth Thesing-Bleck
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