Elisabeth Thesing-Bleck

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Blumenerde fertig kaufen – Wie erkennt man eine gute Qualität?

In Baumärkten und Gartencentern stapeln sich die Säcke mit Pflanz- oder Blumenerd. Die Preise für Substrat weichen oft stark voneinander ab. Es gibt ausgesprochen preiswerte Erde bis hin zur ausgesprochen teuren Produkten und alle dazwischen. Ist nicht Erde gleich Erde? Oder gibt es Qualitätsunterschiede, dieman erkennen kann? Wenn Sie auf diese Frage eine Antwort suchen, lesen Sie den ganzen Artikel.
Welche Erde ist für das Urban Gardening geeignet?
Grundbaustein jeder Blumen- oder Pflanzenerde ist der aus Biomasse hergestellte Kompost. Dieser wird mit Sand und immer häufiger mit Torfersatzstoffen gemischt. Spezielle Wasser speichernde Zusätze wie Blähton oder Perlite werden in die Substrate gemischt, um die Gießintervalle für Blumenfreunde deutlich zu verlängern. Die meisten Hersteller setzen  feine Tonminerale zu, die Wasser und Nährstoffe schnell speichern, aber auch schnell wieder abgegeben können. Das fertige Produkt wird zum Schluss durch organische oder mineralische Dünger auf gedüngt.

Erfolgreiches Topfkultur gelingt nur, wenn eine Erde von hoher Qualität eingesetzt wird.



Eine Grundversorgung mit Langzeitdünger hat nahezu jede fertig gekaufte Erde. Mykorrhiza-Pilze, wie sie in jedem Kompost natürlicherweise vorkommen, machen Pflanzenwurzeln stark. Topfkulturen kommen dadurch im Sommer viel besser mit Trockenperioden zurecht. Benetzungsmittel in einigen Substraten tragen ihren Anteil dazu bei, dass auch völlig ausgetrocknete Erde rasch wieder Wasser aufnehmen kann.

Gute Blumenerde saugt sich wie ein Schwamm mit Wasser voll.
Das Substrat bleibt dabei jedoch luftig und beugt damit Staunässe vor. Gewichtsreduzierte Blumenerden wiegen rund die Hälfte üblicher Substrate. Sie sind damit viel leichter in die oberen Stockwerke zu transportieren. Das ist ein wesentlicher Vorteil für das Urban Gardening auf dem Balkon. Gewichtsreduzierte Substrate müssen vor ihrem Einsatz mit Wasser aufquellen. Das braucht eine gewisse Zeit. Sie sind zudem vergleichsweise teuer. Das ist bei großen Topfgärten und ausgedehnten Kübeln durchaus ein Gesichtspunkt, den es zu berücksichtigen gilt.

Billig-Erden bestehen oft aus groben Fasern oder Holzstückchen, die empfindliche Wurzeln beim Wachstum behindern. Sie können zudem schon beim ersten kräftigen Wasserguss verschlämmen. Erkennbar verblichene Verpackungen von Substraten deuten auf eine lange Lagerung hin. Dadurch können sich im Substrat die Depotdünger schon aufgelöst und die Erde überdüngt haben.

Braucht man spezielle Blumenerden?
Mit Spezialerden macht man grundsätzlich nichts falsch.  Sie lohnen sich für das Urban Gardening  allerdings nur, wenn man viele gleichartige Töpfe bepflanzen will.In viele anderen Fällen ist Universalblumenerde völlig ausreichend. Allerdings gibt es auch hier einige Ausnahmen. Hortensien und andere Moorbeetpflanzen setzt man am besten in ein Spezialsubstrat mit saurem pH-Wert. Orchideen benötigen ausnahmslos Spezialerde. Aussaaterde wird bewußt  abgemagert, damit sie Sämlinge oder Stecklinge nicht überdüngt.  Sie werden so zur Bildung vieler Wurzeln angeregt. Kräutererde für Küchenkräuter ist übrigens mit Anzuchterde, wie Aussaaterde auch genannt wird, identisch.


Worauf sollten Sie beim Kauf von Erde für die Topfkultur achten?

Zehen Sie am besten hochwertige, oft nicht ganz preiswerte Markenprodukte vor, deren Qualität Sie genau abschätzen können oder mischen Sie die Substrate für Ihre Töpfe direkt vor Ort selber. Ihre Topfkultur dankt es Ihnen durch prächtiges Gedeihen.

Zur optischen Qualitätsprüfung eines für die Topfkultur ausgewählten Substrats ist eine Prüfung mit der Hand unverzichtbar

  • Blumenerde sollte krümelig zufallen, wenn man sie durch die Finger gleiten lässt.
  • Drückt man etwas Substrat mit der Hand zusammen, geht es anschließend von selbst wieder auseinander.
  • Viel Humus sorgt für eine gute Nährstoffspeicherung und Belüftung des Pflanzgefäßes.
  • Gute Substrate enthalten immer einen Depotdünger.
  • Qualitativ minderwertige Substrate können Dünger mit vielen Ballaststoffen enthalten, die als Salz in der Erde zurückbleiben oder sich an den Topfwänden absetzen können und damit Trockenstress zusätzlich fördern.
  • Im Hochsommer wird bei Trockenheit ausgetrocknete Erde oft rissig und Gießwasser rauscht einfach durch. Spezielle Zusatzstoffe sorgen in hochwertigen Substraten dafür, dass sich Gießwasser gleichmäßig in der Erde verteilt. Solche Zusätze zerstören die Oberflächenspannung des Wassers, damit sich ein gleichmäßiger Wasserfilm bilden kann, der Erde und Pflanzen gleichmäßig benetzt.


 

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